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Kategorie: Fischen : Grundfischen
 
Grundfischen ist eine spezielle Art des Sportfischens bei dem keine Pose (Schwimmer) benutzt wird.

Beim Grundfischen wird der Köder mit Hilfe eines Bleies oder anderen Gewichtes am Gewässergrund festgehalten. Dadurch wird erreicht, dass vor allem Grundfische wie z. B. Aal, Zander, Karpfen und Karpfenartige gefangen werden. Die Bissanzeige erfolgt durch Registrieren der Bewegung der gespannten Schnur. Früher durch Glöckchen an der Rutenspitze, heute normalerweise durch elektronische Bissanzeiger und Schnurspannsysteme wie Kletteraffen oder Swinger.

Gerade das Karpfenangeln hat das Grundfischen in der letzten Zeit durch neue Montagen, Köder und die Einführung des elektronischen Bissanzeigers geradezu revolutioniert.

 
 
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Kategorie: Fischen : Rutenarten
 
Teleskoprute ist eine der meist verbreiterten Angelruten. Die ist sehr bequem mit zu nehmen, denn so eine Angelrute hat ca. 3 bis 4 m Länge, daher ist es sinnvoll so eine Angelrute um vielfaches verkleinern zu können. Ob solche Angelruten auch qualitativ den modernen Standards entsprechen bleibt natürlich fraglich. Denn bei Angelruten spielt die Belastbarkeit eine der wichtigsten Angelruten. Desto trotz wird findet eine Teleskoprute häufig eine Anwendung bei den Anglern.

Steckrute

Bei der Steckrute handelt es sich um eine Angelrute. Da aber heute die Ruten meistens eine Länge von mehreren Metern haben, muss die Rute zu Transport- und Aufbewahrungszwecken verkleinert werden können. Bei der Steckrute hat man das Problem gelöst indem man sie in mehrere Segmente von ca. 80-200 cm teilt, welche in der richtigen Reihenfolge zusammengesteckt werden können, da sie zur Spitze hin dünner werden. Dadurch reduziert sich die Transportlänge auf ca. Segmentlänge. Diese Art der Teilung hat relativ große Segmente, wodurch die Aktion und Belastbarkeit der Rute im Gegensatz zur Teleskoprute relativ gut sind. Auch ist hier, anders als bei der Teleskoprute, die Anzahl der Schnurlaufringe relativ hoch, was auch die Belastbarkeit unterstützt. Trotz ihrer immer noch relativ großen Transportlänge ist sie deshalb sehr beliebt.




Bologneserute

Eine Bologneserute entspricht einer teleskopierbaren Stipp- bzw. Kopfrute. Allerdings besitzt sie hochabstehende Schnurlaufringe und einen Rollenhalter für eine Stationärrolle.

Der Vorzug dieser Rute ist, dass man analog einer Stipprute angeln kann, jedoch bei schwereren und kampfstarken Fischen direkt mit der Rollenbremse auf Fluchten reagieren kann. Bei einer herkömmlichen Stipprute wird hier ein innenliegendes Gummi zur Abfederung benötigt.

Des Weiteren kann man eine bevorzugte Angeldistanz direkt und flexibel wählen. Das heißt, man kann die komplette Montage mit der Strömung weiter abtreiben lassen oder verkürzt direkt unter der Rute fischen.

Die Längen dieser Ruten liegen bei 5 bis 8 Metern.



Eisangelrute

Eisangelruten sind sehr kurze Angelruten, die speziell für das Eisangeln (Angeln durch ein Loch im Eis) gebaut werden. Sie sind in der Regel nur zwischen 30 und 50 cm lang und haben eine empfindliche Spitze.

Die Eisangelrute wird auch als Pimpelrute oder einfach nur als Pimpel bezeichnet.



Feederrute

Eine Feederrute ist eine Angelrute welche hauptsächlich zum Feederfischen eingesetzt wird.

Feederruten sind Ruten mit einem eher kräftigen Rutenblank und (sehr) feinen Spitzen aus Glaß- oder Kohlefaser, welche ausgetauscht werden können. Der kräftige Blank wird zum Werfen der mitunter sehr schweren Futterkörbe (bis zu ca. 250g) benötigt, die feine Spitze dient der Bisserkennung. Beim Feedern wird die Montage auf Grund gelegt und die Schnur gestrafft. Beisst nun ein Fisch, so erkennt man dies durch ein Zittern oder Rucken der Spitze in Schnurrichtung (90°-Winkel zwischen Schnur und Spitze erforderlich). Da eine zu feine Spitze auch durch Wind oder Stömung bewegt wird und eine Bissanzeigte dadurch unmöglich ist, gibt es zu jeder Rute verschiedenstarke Wechselspitzen, mit welchen die Rute den Wetter- und Gewässerverhältnissen angepasst werden kann. Man unterscheidet Light- und Heavy- Feederruten. Erstere sind für den Einsatz in Seen bzw. im Uferbereich gedacht und besitzen ein geringes Wurfgewicht sowie eine durchgehende Aktion (Biegekurve). Zweitere eignen sich hauptsächlich für strömende Gewässer bzw. die Fischerei auf große Distanz. Ihre Aktion ist daher eher steif bzw. stabil.




Grundangelrute

Grundangelruten sind Angelruten für das Angeln mit dem Grundblei oder Futterkörbchen. Grundruten haben normalerweise ein hohes Wurfgewicht, im Extremfall wie beim Brandungsangeln bis 200 oder 300 Gramm.

Grundangeln werden unter anderem zum Fang von Karpfen genutzt.



Karpfenrute

Karpfenruten (Grundruten) zum Grundangeln auf Karpfen sind meist 2-teilig und weisen eine Länge von 330 bis 390 cm auf. Höherwertige Karpfenruten werden i. d. R. aus Kohlefaser hergestellt. Es werden häufig keine Wurfgewichte angegeben, sondern nur eine Testkurve. Diese gibt an, welches Gewicht nötig ist, um die Rute zu einem Viertelkreis zu biegen. Die Einheit für das benötigte Gewicht wird in englischen Pfund (lb) angegeben. Die Testkurven erreichen Werte von ca. 1 1/2 lbs. bis 3,5 lbs. Umrechnungstabellen zwischen Testkurve und Wurfgewicht sind in vielen Fachgeschäften einsehbar. Grundsätzlich kann man sagen, je größer die zu fangenden Fische oder je weiter der Angelplatz entfernt liegt, desto höher sollte die Testkurve gewählt werden.

Hochwertige, handgearbeitete Karpfenruten können Preise von 500,- € und mehr erreichen. Dies ist jedoch von der verwendeten Kohlefaserqualität und den Rutenringen abhängig.




Matchrute

Als Matchrute (engl. match – Wettkampf) und Kampfrute wird eine Angelrute bezeichnet, die meist aus drei Teilen besteht. Sie wird speziell für die Friedfischangelei verwendet und kommt ursprünglich aus England (Großbritannien). Sie besitzt häufig eine Spitzenaktion, biegt sich also nur im oberen Drittel, und ist mit einer Vielzahl hochbeiniger Ringe ausgestattet. Die üblichen Längen liegen zwischen 3,60 m bis 4,20 m. Dadurch, dass Matchruten im Vergleich zu Allroundruten sehr viele Ringe besitzen, ist es möglich verhältnismäßig dünne Schnüre zu verwenden. Die im Normalfall durch den Fisch auf die Sehne ausgeübte Kraft wird bei einer Matchrute auf die vielen kleinen Ringe verteilt. Diese drei Eigenschaften, relativ große Länge, Spitzenaktion und dichte Beringung mit kleinen Ringen machen eine Matchrute aus und für Wettkämpfe, in denen es darum geht in kurzer Zeit viele kleine Fische zu fangen, so beliebt.



Pilkrute

Die Pilkrute ist eine kräftige, meist kurze Rute, die für den Fischfang von einem Boot oder Kutter aus genutzt wird.

Beim Pilkfischen wird ein Paternoster oder ein so genannter Pilker (eine Art schwerer Blinker) senkrecht ins Wasser - je nach Zielfisch bis zum Gewässergrund - herunter gelassen. Wenn der Fisch gehakt ist wird er durch Heben der Pilkrute und anschließendes Einkurbeln der Schnur zur Oberfläche befördert. Bei diesem Einholen und Landen des Fisches ist die Rute mitunter starker Belastung ausgesetzt und muss daher ein steifes Rückgrat besitzen. Es ist ratsam - besonders bei der Landung größerer Fische - ein Gaff zur Hilfe zu nehmen.



Stipprute

Die Stipprute ist eine Angelrute, die für gewöhnlich zum Fang von Friedfischen verwendet wird. Eine Ausnahme stellt das Tippangeln dar, bei dem eine Kunstfliege an der Stipprute angeboten wird.

Es gibt sie in beringter oder unberingter Ausführung. Ihr Vorteil gegenüber anderen Ruten liegt darin, dass sie meist in Längen von mehr als 5 Meter genutzt werden, erreicht werden dank moderner, leichter Materialien, wie Kunststoffen mit Kohlefasern (CFK), Längen bis zu 16 Metern. Beringte Ruten sind immer teleskopierbar, d. h. ausziehbar. Die Schnur erhält man über eine kleine Stationärrolle, welche an der Rute befestigt wird. Unberingte Ruten gibt es sowohl in telekopierbarer Ausführung, als auch als Steckrute, d. h. die einzelnen Teile können in der richtigen Reihenfolge ineinandergesteckt, bzw. auseinandergenommen werden. Da man hierbei keine Rolle einsetzt, muss die Schnur an der Rutenspitze befestigt werden. Das geschieht über verschiede Knotentechniken. Die Länge der Schnur richtet sich im allgemeinen nach Rutenlänge und Rutenart. Bei einer Teleskoprute ist die Schnur stehts so lang wie die Rute selbst, da man sonst den Fisch nicht vernünftig landen , d. h. keschern kann. Bei einer Steckrute ist es möglich auch Schnüre zu benutzen, die kürzer als die Rute sind. Beim Biss eines Fisches werden einfach die untersten Segmente der Rute abgebaut, bis sie genauso kurz ist wie die Schnur. Je kürzer die Schnur, desto punktgenauer kann man angeln. Da man ohne Rolle keine Schnurreserven hat um einen zu starken Fisch durch "Schnurgeben" müde zu machen, wird ein Gummiband zwischen Rutenspitze und Schnur eingesetzt. Weitere benötigte Materialien sind eine kleine Pose und ein kleiner Haken, sowie kleine schnurbeschwerende Spaltbleie.



Tori-Leine

Eine Tori-Leine (von jap. tori - Vogel) ist eine beim berufsmäßigen Hochseefischen parallel zur Angelleine ins Wasser gelassene Leine zur Abschreckung von Seevögeln.

Während die mit hunderten bis tausenden von Ködern versehene Angelleine ins Wasser gelassen wird, soll die die mit flatternden Bändern versehene Tori-Leine Vögel von den mit Haken versehenen Ködern fernhalten. Dadurch verhindert sie effizient den Beifang dieser Vögel und stellet so einen wichtigen Beitrag zum Vogelschutz dar. Da die Tori-Leinen, obwohl einfach und billig, nur von sehr wenigen Hochseefischern benutzt werden, fallen der Hochseefischerei noch immer jährlich etwa 300.000 Seevögel, darunter ein Drittel Albatrosse zum Opfer. ACAP, ein Abkommen zum Schutz von Albatrossen und anderer Sturmvögel, verpflichtet die Mitgliedsstaaten, die Verwendung der Tori-Leinen durchzusetzen.



Winkelpicker

Ein Winkelpicker ist auch eine Angelrute.

Sie weist für gewöhnlich eine Länge von 2,40 m bis 3,00 m auf und besitzt eine sehr feine, meistens neonfarbene Spitze, die zur Bisserkennung dient.

Um den Biss bestmöglich zu visualisieren, wird die Rute in einem Winkel von ca 120° zum Schnurverlauf aufgestellt. Wenn die Schnur nun gespannt wird, sind selbst sensibelste Bisse aufgrund der zuckenden Spitze erkennbar. Bebleit wird die Montage mit einem Laufblei, so dass der Fisch nur die Spitze der Rute als Widerstand wahrnimmt. Die bekanntere Feederrute funktioniert nach dem selben Prinzip, ist jedoch länger und stärker.

Bewährt hat sich der Winkelpicker in der Fluss- und speziell in der Kanalangelei, da der Angler hier sehr nah am Ufer sitzen kann und weite Würfe nicht notwendig sind. Der Winkelpicker wurde in England erfunden und brachte es in Holland zur Hochkonjunktur. In Deutschland wurde die feine Grundrute im Trend des Wettangelns (bzw. Hegefischens) zusammen mit beispielsweise dem Setzkescher in den späten 1970er und 1980er Jahren populär. Seitdem ist sie fester Bestandteil des Rutendepots von Friedfisch- und Matchanglern, die es auf Brassen, Güstern, Rotfedern und Schleien abgesehen haben.

 
 
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Kategorie: Fischen : Multiplikatorrolle
 
Als Multiplikatorrolle oder als Abkürzung auch Multirolle wird die erste Art von Angelrolle bezeichnet, bei der der sich die Spule mit Hilfe einer Übersetzung schneller dreht als die Kurbel.

Verbreitung

Dieser Rollentyp wurde Mitte des 19. Jahrhunderts erfunden. Bei der Multirolle dreht sich die Spule sowohl beim Einkurbeln der Schnur als auch beim Auswerfen des Köders. Sie unterscheidet sich somit grundlegend von der Stationärrolle, welche in Deutschland nach wie vor wesentlich beliebter ist als die Multirolle. Dies liegt vor allem daran, dass viele Angler den Wurf mit der Multirolle scheuen, bei dem sich, bedingt durch die hohe Drehzahl der Spule beim Werfen, bei ungeübten Anwendern leicht Perücken bilden können.

In Ländern wie den USA oder Skandinavien, wo hauptsächlich Kunstköder benutzt werden, fischen fast alle Angler mit Multirollen. Im Zuge des Booms der Vertikal- und Jerkbaitangelei greifen jedoch auch deutsche Angler vermehrt zu diesen Rollentypen. Grob unterteilen kann man die Multirollen in Wurfmultis, die überwiegend bei der Wurfangelei mit Spinnködern (Spinnfischen) Verwendung finden und "normale" Multis. Moderne Wurfmultis verfügen über Reibungsbremsen und Fliehkraftbremsen, welche das Werfen damit sehr einfach und angenehm gestalten. Oft kann man sogar größere Wurfweiten als mit der Stationärrolle erreichen.

Handhabung

Köderkontakt und Drillgefühl sind mit der Multirolle wesentlich intensiver als mit der Stationärrolle, weshalb Experten schon lange darauf schwören. Sie sind meist mit einer Schnurführung ausgestattet, welche die Schnur ordentlich auf die Spule verteilt und auch gute Würfe zu ermöglichen. Diese Rollen haben fast immer eine Sternbremse, welche an der Kurbel angebracht ist sowie über einen sog. „tumbbar“, eine Art Knopf, der mit dem Daumen zu bedienen ist und die Spule fürs Werfen in den Freilaufmodus schaltet.

Die Handhabung ist damit noch einfacher als mit einer Stationärrolle, bei der man immer beide Hände benötigt, um die Rolle wurfbereit zu machen. Die „normalen“ Multirollen werden im Normalfalle immer dort eingesetzt, wo eine Multirolle aufgrund ihrer konstruktionsbedingten Robustheit von Vorteil ist. Typische Beispiele hierfür sind etwa das Tiefseeangeln in Nordeuropa und das sogenannte Big Game Angeln auf große Meeresraubfische wie Marlin, Hai und Thunfisch. Oft verfügen diese Rollen nicht über eine Schurführung, da sie den gewaltigen Belastungen beim Fang extrem kämpferischer Meeresfische bei Verwendung von teilweise bis zu 60 Kilogramm (130lbs)tragenden Schnüren nicht oder nicht lang genug standhalten würden. Normale Multis mit Sternbremsen werden vor allem beim Fischen auf kleine bis mittlere Grundfische verwendet.

Beim Schleppfischen dagegen werden meist Hebelbremsen benutzt, selbst bei relativ leichten Gerätezusammenstellungen (12, 16, 20, 30 lbs IGFA class). Die Hebelbremse ist während des Drills deutlich einfacher und gefühlvoller zu verstellen als die klassische Sternbremse. Überdies verfügt eine Rolle mir Hebelbremse über größere Bremsscheiben, welche nicht so leicht überhitzen. Ein großer Vorteil, wenn man bedenkt, daß schon ein mittlerer Thunfisch oft über 200m Schnur in einem Zuge von der Rolle nimmt und dabei Geschwindigkeiten bis zu 70 km/h erreicht.

 
 
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Kategorie: Fischen : Fliegenrute
 
Als Fliegenrute oder Flugangel wird eine Angelrute bezeichnet, die zum Angeln mit der künstlichen Fliege verwendet wird. Fliegenruten weisen unter anderem eine im Vergleich zu Spinnruten eher parabolische Aktion auf, da mit ihrer Hilfe die schwere Fliegenschnur durch das »Werfen« die erwünschte Distanz zwischen Fischer und meist federleichten Fliege erreicht wird.

Klassifizierung von Fliegenruten

Fliegenruten werden in AFTMA-Klassen (American Fishing Tackle Manufacturers' Association) entsprechend der mit der jeweiligen Rute werfbaren Schnurklassen, eingeteilt. Weiter gibt es eine Einteilung in Einhand- und Zweihandruten. Letztere werden vorzugsweise zum Angeln auf große und kampfstarke Fische, wie etwa den atlantischen Lachs verwendet.

Materialien

Heutige Fliegenruten werden meist aus Kohlefaser gefertigt, gelegentlich wird auch noch Hohlglas verwendet, das allerdings schwerer und in der Aktion langsamer ist. Einige Fliegenfischer fischen mit Ruten aus gespleißtem (gespliesstem) Bambus (Bambusart Arundinaria Amabilis, neuerdings Pseudosasa amabilis, welche einen besonders ausgeprägten Anteil an sogenannten »Kraftfasern« im äußersten Wandungsbereich aufweist), diese verfügen aber über eine andere, natürlichere Aktion (Biegungskurve) und verlangen eine dementsprechend angepasste Wurftechnik. Noch heute werden gespliesste Ruten aus Bambus gebaut, deren Aktionen heutigen Anforderungen der Fliegenfischer durchaus gerecht werden. Je nach der Art der Herstellung, des verwendeten Bambus, der individuellen Merkmale einzelner Hersteller und der verwendeten sog. »taper«, d.h. der gewählten Struktur der »Verjüngung« vom Ende bis hin zur Spitze, entstehen sehr spezifische Ruten für höchst individuelle Erfordernisse und Vorlieben. In den letzten Jahren deutet sich ein verstärktes Interesse an gespliessten Fliegenruten an, nicht zuletzt auch aus Gründen der deutlich höheren Werthaltigkeit bei Ruten namhafter Hersteller.

 
 
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Kategorie: Fischen : Ohne gesunde Gewässer keine gesunden Fische
 
Murrhardt (eke) Der feine, charakteristische Duft von frisch in Buchensägemehl geräucherten Regenbogenforellen lockte wieder eine große Schar von Fischfeinschmeckern zum zweitägigen Fischerfest des Angelsportvereins Murrhardt auf der Stadthallenterrasse. Es findet bereits seit 35 Jahren statt und begann heuer erstmals schon am späten Samstagvormittag.

Hauptattraktion und besondere Spezialität des Fischerfestes sind die delikaten Regenbogenforellen. Die Mitglieder des Angelsportvereins haben die gesunden Süßwasserfische jedoch nicht selbst gefangen, sondern von einem Züchter aus dem Schwarzwald bezogen. Auch heuer habe man davon wieder rund 1000 Prachtexemplare verkauft, berichtet Klaus Haiplik, Vorsitzender des Angelsportvereins. Während des Fischerfestes bewirteten 40 fleißige Helfer die Besucher mit den köstlichen Räucherforellen, aber auch verschiedenen anderen deftigen Speisen sowie einer großen Auswahl an feinen selbstgebackenen Kuchen und Torten zum Kaffee am Sonntagnachmittag. Und für fröhliche Stimmung sorgte das Duo Rudi und Armin mit bekannten und beliebten Melodien.

Wichtigste Aktivitäten des Angelsportvereins, der im vergangenen Jahr sein 40-jähriges Bestehen feierte, sind der Umwelt- und Gewässerschutz sowie das Angeln. Denn beides gehört für die 90 Mitglieder, davon 14 Jugendliche, untrennbar zusammen: "Ohne gesunde Gewässer keine gesunden Fische", betont Klaus Haiplik. So ist der Angelsportverein seit seiner Gründung Mitglied im Verband für Gewässerschutz, und seine Mitglieder sind nicht nur passionierte Angler, sondern auch besonders engagierte Umwelt- und Gewässerschützer. Sie säubern ihre gepachteten Gewässer jährlich mit großen Putzaktionen im Herbst, wenn die Fortpflanzungszyklen in der Natur beendet sind. Das ist zuerst die Murr von der Quelle bei Vorderwestermurr bis zur Murrhardter Markungsgrenze bei Schleißweiler.

Die Wasserqualität der Murr habe sich in den vergangenen Jahren immer weiter verbessert, freut sich Klaus Haiplik: "Heute kommen darin Bachforellen, Mühlkoppen, vereinzelt Döbel und sogar die vom Aussterben bedrohten Bachneunaugen vor. Deren Hochzeitstanz, ein ganz seltenes Naturschauspiel, wurde vor kurzem von einer Anwohnerin der Murr in Hausen beobachtet". Dazu kommen zwei mitten in der Natur gelegene Seen: Der Walkweiher bei Dinkelsbühl und der Völkerweiher bei Crailsheim. Durch den Besatz mit neuen Jungfischen aus überwachten Fischzuchtbetrieben sorgen die Aktiven des Angelsportvereins auch dafür, dass sich darin stets genügend Fische tummeln können.

Und sie gehen auch gegen gefährliche Raubfische vor: "Hannes Häbich von der Jugendgruppe hat neulich einen riesigen, 1,53 Meter langen und 24 Kilogramm schweren Wels aus dem Völkerweiher gefangen. Wir wissen nicht, wie er dort hinein gelangt ist: Vielleicht ist er aus einem benachbarten Gewässer gekommen - oder jemand hat ihn ausgesetzt, da direkt am Weiher eine Straße vorbeiführt", erzählt Haiplik. Außerdem führen die Mitglieder des Angelsportvereins die Gewässeraufsicht: Sie kontrollieren die Ufer ihrer gepachteten Gewässer genau, damit dort niemand heimlich schwarz angelt. "Nur wer den Angelschein hat und Mitglied im Angelsportverein ist, darf die Fische anbeißen lassen", stellt der Vorsitzende klar.

Wasserqualität der Murr hat sich deutlich verbessert.
 
 
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Kategorie: Fischen : Der Urlaub mit Angerute in Tschechien
 
Viele Touristen kommen in die Tschechische Republik der Fische und des Fischens wegen. Für die Einhaltung von Vorschriften, denen das Angeln unterliegt, sorgen mehrere Vereinigungen bzw. Institutionen, so der Tschechische Angelverband, der Mährische Angelverband, die Staatlichen Wälder, die Wälder im Besitz der Armee, das tschechische Umweltministerium sowie etliche weitere selbständig registrierte Anglervereinigungen.

Die Angelerlaubnis erhalten Sie von der zuständigen Behörde bzw. Organisation, unter deren Verwaltung das jeweilige Gewässer fällt; vorzulegen ist der staatliche Angelschein. Dieser gilt für ein Revier, eine Region oder aber das Territorium der Wirksamkeit des Angelverbades, je nach dem, wo man zu angeln gedenkt. Die Angelerlaubnis kann sich auf einen, zwei, sieben bzw. vierzehn Tage, einen Monat, ein halbes Jahr bzw. ein Jahr erstrecken.

Den staatlichen Angelschein stellt nach Vorlage des Reisepasses das Kreis-, Stadt- oder Gemeindeamt aus. Seine Gültigkeitsdauer kann sich auf einen bzw. zwei Tage, auf eine Zeit, die kürzer ist als ein Jahr, oder auf ein Jahr belaufen. Jugendlichen unter 15 Jahren wird prinzipiell nur eine einmalige Angelerlaubnis ausgestellt.

Die Angelreviere werden grundsätzlich in fließende Gewässer, in denen Fische der Familie der Lachsfische geangelt werden, und in ruhende Gewässer, in denen Raubfische und Friedfische (Karpfen) geangelt werden, unterteilt.
Beliebte fließende Gewässer:

Die Moldau bei České Budějovice, die Otava bei Sušice, der Lipno-Stausee, die Střela, die Iser bei Harrachov, die Kamenice oberhalb von Děčín, der Oberlauf der Adler, die March.
Ruhende Gewässer:

Ruhende Gewässer:

Die Talsperren Orlík und Lipno, der Stausee Hněvkovice, die Elbe nahe der Staatsgrenze, die Stauseen Mušovské nádrže, Slezska Harta, Nechranice, Skalka bei Cheb, Hracholusky.
Die Angelsaison:

In den fließenden Gewässern wird vom 16.April bis Ende November geangelt. Vom 18.März bis zum 14. Juni dauert die Schonzeit für die ruhenden Gewässer. In geschlossenen ruhenden Gewässern (Stauseen, Seen, in ruhigen Flussarmen, Wasseraugen, Erdbrüchen und Teichen) endet die Schonzeit schon am 30. April. In ausgewählten ruhenden Gewässern ist das Angeln ganzjährig gestattet. Raubfische werden in ruhenden Gewässern in der Zeitspanne vom 15. Juni bis zum Jahresende geangelt.
 
 
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