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Rutenarten15 April 2007. Publiziert: Angelschein |
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Teleskoprute ist eine der meist verbreiterten Angelruten. Die ist sehr bequem mit zu nehmen, denn so eine Angelrute hat ca. 3 bis 4 m Länge, daher ist es sinnvoll so eine Angelrute um vielfaches verkleinern zu können. Ob solche Angelruten auch qualitativ den modernen Standards entsprechen bleibt natürlich fraglich. Denn bei Angelruten spielt die Belastbarkeit eine der wichtigsten Angelruten. Desto trotz wird findet eine Teleskoprute häufig eine Anwendung bei den Anglern.
Steckrute Bei der Steckrute handelt es sich um eine Angelrute. Da aber heute die Ruten meistens eine Länge von mehreren Metern haben, muss die Rute zu Transport- und Aufbewahrungszwecken verkleinert werden können. Bei der Steckrute hat man das Problem gelöst indem man sie in mehrere Segmente von ca. 80-200 cm teilt, welche in der richtigen Reihenfolge zusammengesteckt werden können, da sie zur Spitze hin dünner werden. Dadurch reduziert sich die Transportlänge auf ca. Segmentlänge. Diese Art der Teilung hat relativ große Segmente, wodurch die Aktion und Belastbarkeit der Rute im Gegensatz zur Teleskoprute relativ gut sind. Auch ist hier, anders als bei der Teleskoprute, die Anzahl der Schnurlaufringe relativ hoch, was auch die Belastbarkeit unterstützt. Trotz ihrer immer noch relativ großen Transportlänge ist sie deshalb sehr beliebt.
Bologneserute Eine Bologneserute entspricht einer teleskopierbaren Stipp- bzw. Kopfrute. Allerdings besitzt sie hochabstehende Schnurlaufringe und einen Rollenhalter für eine Stationärrolle. Der Vorzug dieser Rute ist, dass man analog einer Stipprute angeln kann, jedoch bei schwereren und kampfstarken Fischen direkt mit der Rollenbremse auf Fluchten reagieren kann. Bei einer herkömmlichen Stipprute wird hier ein innenliegendes Gummi zur Abfederung benötigt. Des Weiteren kann man eine bevorzugte Angeldistanz direkt und flexibel wählen. Das heißt, man kann die komplette Montage mit der Strömung weiter abtreiben lassen oder verkürzt direkt unter der Rute fischen. Die Längen dieser Ruten liegen bei 5 bis 8 Metern.
Eisangelrute Eisangelruten sind sehr kurze Angelruten, die speziell für das Eisangeln (Angeln durch ein Loch im Eis) gebaut werden. Sie sind in der Regel nur zwischen 30 und 50 cm lang und haben eine empfindliche Spitze. Die Eisangelrute wird auch als Pimpelrute oder einfach nur als Pimpel bezeichnet.
Feederrute Eine Feederrute ist eine Angelrute welche hauptsächlich zum Feederfischen eingesetzt wird. Feederruten sind Ruten mit einem eher kräftigen Rutenblank und (sehr) feinen Spitzen aus Glaß- oder Kohlefaser, welche ausgetauscht werden können. Der kräftige Blank wird zum Werfen der mitunter sehr schweren Futterkörbe (bis zu ca. 250g) benötigt, die feine Spitze dient der Bisserkennung. Beim Feedern wird die Montage auf Grund gelegt und die Schnur gestrafft. Beisst nun ein Fisch, so erkennt man dies durch ein Zittern oder Rucken der Spitze in Schnurrichtung (90°-Winkel zwischen Schnur und Spitze erforderlich). Da eine zu feine Spitze auch durch Wind oder Stömung bewegt wird und eine Bissanzeigte dadurch unmöglich ist, gibt es zu jeder Rute verschiedenstarke Wechselspitzen, mit welchen die Rute den Wetter- und Gewässerverhältnissen angepasst werden kann. Man unterscheidet Light- und Heavy- Feederruten. Erstere sind für den Einsatz in Seen bzw. im Uferbereich gedacht und besitzen ein geringes Wurfgewicht sowie eine durchgehende Aktion (Biegekurve). Zweitere eignen sich hauptsächlich für strömende Gewässer bzw. die Fischerei auf große Distanz. Ihre Aktion ist daher eher steif bzw. stabil.
Grundangelrute Grundangelruten sind Angelruten für das Angeln mit dem Grundblei oder Futterkörbchen. Grundruten haben normalerweise ein hohes Wurfgewicht, im Extremfall wie beim Brandungsangeln bis 200 oder 300 Gramm. Grundangeln werden unter anderem zum Fang von Karpfen genutzt.
Karpfenrute Karpfenruten (Grundruten) zum Grundangeln auf Karpfen sind meist 2-teilig und weisen eine Länge von 330 bis 390 cm auf. Höherwertige Karpfenruten werden i. d. R. aus Kohlefaser hergestellt. Es werden häufig keine Wurfgewichte angegeben, sondern nur eine Testkurve. Diese gibt an, welches Gewicht nötig ist, um die Rute zu einem Viertelkreis zu biegen. Die Einheit für das benötigte Gewicht wird in englischen Pfund (lb) angegeben. Die Testkurven erreichen Werte von ca. 1 1/2 lbs. bis 3,5 lbs. Umrechnungstabellen zwischen Testkurve und Wurfgewicht sind in vielen Fachgeschäften einsehbar. Grundsätzlich kann man sagen, je größer die zu fangenden Fische oder je weiter der Angelplatz entfernt liegt, desto höher sollte die Testkurve gewählt werden. Hochwertige, handgearbeitete Karpfenruten können Preise von 500,- € und mehr erreichen. Dies ist jedoch von der verwendeten Kohlefaserqualität und den Rutenringen abhängig.
Matchrute Als Matchrute (engl. match – Wettkampf) und Kampfrute wird eine Angelrute bezeichnet, die meist aus drei Teilen besteht. Sie wird speziell für die Friedfischangelei verwendet und kommt ursprünglich aus England (Großbritannien). Sie besitzt häufig eine Spitzenaktion, biegt sich also nur im oberen Drittel, und ist mit einer Vielzahl hochbeiniger Ringe ausgestattet. Die üblichen Längen liegen zwischen 3,60 m bis 4,20 m. Dadurch, dass Matchruten im Vergleich zu Allroundruten sehr viele Ringe besitzen, ist es möglich verhältnismäßig dünne Schnüre zu verwenden. Die im Normalfall durch den Fisch auf die Sehne ausgeübte Kraft wird bei einer Matchrute auf die vielen kleinen Ringe verteilt. Diese drei Eigenschaften, relativ große Länge, Spitzenaktion und dichte Beringung mit kleinen Ringen machen eine Matchrute aus und für Wettkämpfe, in denen es darum geht in kurzer Zeit viele kleine Fische zu fangen, so beliebt.
Pilkrute Die Pilkrute ist eine kräftige, meist kurze Rute, die für den Fischfang von einem Boot oder Kutter aus genutzt wird. Beim Pilkfischen wird ein Paternoster oder ein so genannter Pilker (eine Art schwerer Blinker) senkrecht ins Wasser - je nach Zielfisch bis zum Gewässergrund - herunter gelassen. Wenn der Fisch gehakt ist wird er durch Heben der Pilkrute und anschließendes Einkurbeln der Schnur zur Oberfläche befördert. Bei diesem Einholen und Landen des Fisches ist die Rute mitunter starker Belastung ausgesetzt und muss daher ein steifes Rückgrat besitzen. Es ist ratsam - besonders bei der Landung größerer Fische - ein Gaff zur Hilfe zu nehmen.
Stipprute Die Stipprute ist eine Angelrute, die für gewöhnlich zum Fang von Friedfischen verwendet wird. Eine Ausnahme stellt das Tippangeln dar, bei dem eine Kunstfliege an der Stipprute angeboten wird. Es gibt sie in beringter oder unberingter Ausführung. Ihr Vorteil gegenüber anderen Ruten liegt darin, dass sie meist in Längen von mehr als 5 Meter genutzt werden, erreicht werden dank moderner, leichter Materialien, wie Kunststoffen mit Kohlefasern (CFK), Längen bis zu 16 Metern. Beringte Ruten sind immer teleskopierbar, d. h. ausziehbar. Die Schnur erhält man über eine kleine Stationärrolle, welche an der Rute befestigt wird. Unberingte Ruten gibt es sowohl in telekopierbarer Ausführung, als auch als Steckrute, d. h. die einzelnen Teile können in der richtigen Reihenfolge ineinandergesteckt, bzw. auseinandergenommen werden. Da man hierbei keine Rolle einsetzt, muss die Schnur an der Rutenspitze befestigt werden. Das geschieht über verschiede Knotentechniken. Die Länge der Schnur richtet sich im allgemeinen nach Rutenlänge und Rutenart. Bei einer Teleskoprute ist die Schnur stehts so lang wie die Rute selbst, da man sonst den Fisch nicht vernünftig landen , d. h. keschern kann. Bei einer Steckrute ist es möglich auch Schnüre zu benutzen, die kürzer als die Rute sind. Beim Biss eines Fisches werden einfach die untersten Segmente der Rute abgebaut, bis sie genauso kurz ist wie die Schnur. Je kürzer die Schnur, desto punktgenauer kann man angeln. Da man ohne Rolle keine Schnurreserven hat um einen zu starken Fisch durch "Schnurgeben" müde zu machen, wird ein Gummiband zwischen Rutenspitze und Schnur eingesetzt. Weitere benötigte Materialien sind eine kleine Pose und ein kleiner Haken, sowie kleine schnurbeschwerende Spaltbleie.
Tori-Leine Eine Tori-Leine (von jap. tori - Vogel) ist eine beim berufsmäßigen Hochseefischen parallel zur Angelleine ins Wasser gelassene Leine zur Abschreckung von Seevögeln. Während die mit hunderten bis tausenden von Ködern versehene Angelleine ins Wasser gelassen wird, soll die die mit flatternden Bändern versehene Tori-Leine Vögel von den mit Haken versehenen Ködern fernhalten. Dadurch verhindert sie effizient den Beifang dieser Vögel und stellet so einen wichtigen Beitrag zum Vogelschutz dar. Da die Tori-Leinen, obwohl einfach und billig, nur von sehr wenigen Hochseefischern benutzt werden, fallen der Hochseefischerei noch immer jährlich etwa 300.000 Seevögel, darunter ein Drittel Albatrosse zum Opfer. ACAP, ein Abkommen zum Schutz von Albatrossen und anderer Sturmvögel, verpflichtet die Mitgliedsstaaten, die Verwendung der Tori-Leinen durchzusetzen.
Winkelpicker Ein Winkelpicker ist auch eine Angelrute. Sie weist für gewöhnlich eine Länge von 2,40 m bis 3,00 m auf und besitzt eine sehr feine, meistens neonfarbene Spitze, die zur Bisserkennung dient. Um den Biss bestmöglich zu visualisieren, wird die Rute in einem Winkel von ca 120° zum Schnurverlauf aufgestellt. Wenn die Schnur nun gespannt wird, sind selbst sensibelste Bisse aufgrund der zuckenden Spitze erkennbar. Bebleit wird die Montage mit einem Laufblei, so dass der Fisch nur die Spitze der Rute als Widerstand wahrnimmt. Die bekanntere Feederrute funktioniert nach dem selben Prinzip, ist jedoch länger und stärker. Bewährt hat sich der Winkelpicker in der Fluss- und speziell in der Kanalangelei, da der Angler hier sehr nah am Ufer sitzen kann und weite Würfe nicht notwendig sind. Der Winkelpicker wurde in England erfunden und brachte es in Holland zur Hochkonjunktur. In Deutschland wurde die feine Grundrute im Trend des Wettangelns (bzw. Hegefischens) zusammen mit beispielsweise dem Setzkescher in den späten 1970er und 1980er Jahren populär. Seitdem ist sie fester Bestandteil des Rutendepots von Friedfisch- und Matchanglern, die es auf Brassen, Güstern, Rotfedern und Schleien abgesehen haben.
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