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Kategorie: Fischen : Angeln - Fischfang
 
Angeln ist einfach gesagt, wenn man mit eine Angelrute und Angelschein angelt.

Zum Angeln benötigt man außer einem Angelschein eine Angelrute die hauptsächlich in der Regel aus eine Angelrute, Angelrolle, Schnur zwischen der Hauptschnur und Haken, einen Köder, einen Haken und eine Angelschnur die auch als Hauptschnur bezeichnet wird, besteht.

Des Öfteren empfiehlt sich auch der Einsatz eines Wirbels als ein Bindeglied zwischen dem Vorfach und der Hauptschnur.
 
 
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Kategorie: Fischen : Fischerei
 
Einleitung

Fischerei, im allgemeinen Sinn der kommerziell betriebene Fang von Fischen und anderen im Wasser lebenden Tieren wie Krabben, Krebsen und Garnelen. Je nach Fanggebiet unterscheidet man Hochsee-, Küsten- und Binnenfischerei.

Die ergiebigsten Fischereigewässer der Hochsee- und Küstenfischerei liegen auf den Kontinentalsockeln (siehe Kontinentalschelf), die sich von der Küste aus im Durchschnitt etwa 80 Kilometer ins Meer erstrecken. Diese Gewässer sind weniger als 200 Meter tief und in ihnen lebt der größte Teil der Meeresfische, die hier günstige Strömungen und Temperaturen sowie ein reiches Nahrungsangebot vorfinden. Besonders ertragreich ist der Fischfang in Gebieten, in denen kaltes, nährstoffreiches Wasser aus der Tiefe an die Oberfläche kommt. Während die Jagd auf Wale nicht als Fischerei gilt, werden der Fang von Mollusken (z. B. Octopus und Muscheln) sowie die Gewinnung von Kelp und Braunalgen dazugerechnet. Eine Freizeitaktivität ist das Sportfischen.

Fischereigewässer

Ertragreiche Fischereigewässer gibt es u.a. in der Nordsee, entlang der Westküste Großbritanniens, vor Island, auf den Grand Banks of Newfoundland vor Ostkanada, auf den Georges Banks vor New England, vor dem Südwesten der Vereinigten Staaten und vor Peru, in der Beringsee, im Golf von Alaska und vor den Küsten Japans.

Arten von gefangenen Fischen

Die Meeresfischerei fängt zwei Arten von Fischen: in der Nähe der Wasseroberfläche lebende (pelagische) und in der Tiefe und nahe des Meeresbodens lebende Fische (Grundfische). Pelagische Fische wandern gewöhnlich in Abhängigkeit von den Jahreszeiten und leben in Schwärmen. Zu ihnen gehören Thunfische, Lachse, Sardellen (siehe Anchovis), Sardinen und Heringe. Am Meeresgrund lebende Fische kommen nicht in Schwärmen vor, z. B. Kabeljau (siehe Dorsche), Heilbutt, Seezunge, Schellfisch und Flunder. Der Fang wirbelloser Tiere – meist in seichten Gewässern – macht nur einen kleinen Teil des Gesamtertrags aus. Wirtschaftlich von Bedeutung sind u. a. Austern, Miesmuscheln, Kamm-Muscheln, Hummer und Tintenfische.
Methoden des Fischfanges

Beim gewerblichen Fischfang werden Netze entweder in der Nähe der Oberfläche oder über den Meeresboden gezogen. Als Oberflächennetze verwendet werden Ringwaden, lange, vorhangartige Netze, die an Schwimmern hängen. Sie werden kreisförmig um einen Fischschwarm gezogen und mit einem Seil am unteren Ende wie ein Beutel zusammengezogen.

Das so genannte Kiemennetz besitzt eine Maschenweite, die gerade groß genug ist, um den Kopf des Fisches durchzulassen, in der aber die Kiemen hängen bleiben. Kiemennetze lässt man meist an der Oberfläche treiben, um pelagische Fische zu fangen. Sie werden aber auch zum Fang von Grundfischen am Boden verankert. Mit dem Grundschleppnetz (Trawl) werden Grundfische wie z. B. Dorsche gefangen. Es wird mit Hilfe von zwei langen Tauen geschleppt. In der Nähe der Öffnung des Netzes befinden sich zwei Bretter, die durch ihre Bewegung und den Widerstand des Wassers zur Seite bzw. nach unten gedrückt werden und dadurch das Netz offen halten. Grundschleppnetze verursachen an den Ökosystemen des Meeresbodens schwere Schäden.

Langleinen, die sowohl zum Fang von Fischen an der Oberfläche (wie z. B. Thunfisch) als auch zum Fang von am Meeresboden lebenden Fischen (wie z. B. Heilbutt) verwendet werden, sind lange, schwere Taue, an denen Hilfsleinen mit langen, köderbesetzten Haken angebracht sind. Sie können mehrere Kilometer lang sein und werden an verankerten Bojen befestigt oder von Schiffen gezogen. Nach dem Fang werden die Leinen von Winden eingeholt. An Langleinen verfangen sich häufig Seevögel, welche die beköderten Haken verschlucken.


"Fischerei," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2007
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Kategorie: Fischen : In den Binnenseen von Schweden angeln
 
In den Binnenseen von Schweden angeln

Schweden bietet viele sehr umfangreiche Orte zum Angeln.

Es gibt in Schweden mehr als Einhundertsiebzig Binnenseen. Da kann man angeln, wenn man im Besitz von einem Angelschein ist.

Man kann unterschiedliche Fischarten in Schweden angeln, die meist verbreitete Fischarten sind Zander, Barsch und der Hecht.

Wenn man Lachs fangen möchte, gibt es reichlich davon in vielen Flüssen von Schweden.
 
 
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Kategorie: Fischen : Fische
 
Fische angeln wird immer populärer in Deutschland. Aber was sind eigentlich Fische?

Fische leben in den Gewässern, es sind Wirbeltiere, die atmen mit Kiemen.

Cirka 50 % der Wirbeltiere gehören zu den Fischen, wobei die Ältesten Fische Vierhundertfünfzig Mio. Jahre alt sind.

Viele Arten davon existieren mittlerweile nicht mehr.


Wirtschaftlich gesehen, spielen Fische eine sehr große Rolle in der Wirtschaft und damit auch in dem Bruttosozialprodukt der Bundesrepublik Deutschland. Fische werden hauptsächlich zu Zwecke der Verspeisens.

Wobei jedes Jahr die Fische aus verschiedenen Ursachen bedroht werden.
 
 
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Kategorie: Fischen : Fischer - Angler
 

Ein Fischer bzw. ein Angler ist eine Person, (meistens die Männer) die den Fischfang betreibt, das heißt Fisch fängt bzw. angelt.

Man hat bereits viele Jahrhunderte Fischfang betrieben, natürlich früher ohne einen Angelschein, vorwiegend ging es natürlich damals, aber auch heute zu Nahrungszwecken.

Das Wesen der Fischerei in BRD ist die Sache der Länder.

Viele gehen angeln nicht wegen der Nahrungszwecken, sondern nur Spaßes halber, und nicht aufgrund der Nahrung, solche Personen gehören nicht zu gewöhnlichen Fischern, sondern die betreiben Sportfischen.

Fischer ist eine sehr alte Berufsbezeichnung bzw. Beruf, daher gibt es dazu viele Bücher und Erzählungen rund um das Thema Fischer und Angler.
 
 
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Kategorie: Fischen : Ringwadenfischerei
 
Als Ringwaden werden Netze zum Fischfang bezeichnet, welche in der Hochseefischerei bis 2000 m lang sein können und bis in eine Tiefe von 200 m reichen. Auch in der Binnenfischerei werden Ringwaden verwendet, welche jedoch kleineren Ausmaßes sind (50 bis 200 m lang und bis zu 20 m tief).

Die Ringwade wird ringförmig um einen Fischschwarm ausgelegt, anschließend wird das Netz mit der an der Unterleine befindlichen Schnürleine zugezogen, so dass die Fische völlig vom Netz eingeschlossen sind. Im unteren Teil des Netzes haben Ringwaden sehr kleine Maschenweiten, so dass ein schonender Fang der Fische garantiert ist und Haut- sowie Kiemenverletzungen ausgeschlossen werden.

Umwelteinflüsse der Ringwadennetzfischerei

Ringwadennetze werden weltweit zum Fang wertvoller Speisefische, insbesondere beim Thunfischfang, eingesetzt. Es handelt sich, abgesehen von der Situation im Tropischen Ostpazifik, um eine vergleichsweise selektive und umweltschonende Fischfangmethode.

Einfluss auf den Meeresboden

Verglichen mit Grundschleppnetzfischereien oder Baumkurren, haben Ringwadennetze keinerlei negative Auswirkungen auf den Meeresboden und die darauf lebenden Organismen.

Selektivität und Beifang

Mit Ringwadennetzen lassen sich einzelne Fischschwärme gezielt abfischen. Es wird nicht nach dem Zufallsprinzip gefischt wie dies bei Treibnetzen oder in der Shrimp-, Kabeljau- und pelagischen Schleppnetzfischerei der Fall ist. Die Beifangrate (Meeresschildkröten, Haie, Meeressäugetiere, Seevögel sowie Nicht-Zielfischarten) von Ringwadennetzen liegt nach Angaben der FAO bei etwa 5 % des Gesamtfangs, was unter der weltweiten Durchschnittsbeifangrate aller Fischereimethoden von 8 % liegt.

Überfischung

Da mit Ringwadennetzen einzelne Fischschwärme fast vollständig dem Ökosystem entnommen werden, können sie die Reproduktionsfähigkeit stark befischter Arten gefährden. So erließ die EU am 11. Juni 2007 die Verordnung (EG) Nr. 41/2007 für die Erhaltung der Thunfischbestände des Atlantiks mit der unter anderem der Einsatz von Ringwadennetzen beim Fang von Rotem Thun im Ostatlantik in der Zeit vom 1. Juli bis 31. Dezember 2007 verboten wurde.

Sonderfall Tropischer Ostpazifik

Im Tropischen Ostpazifik sind insbesondere Gelbflossenthunfischschwärme (Thunnus albacares) mit Zügel- und Spinnerdelfinschulen vergesellschaftet. Unter einer an der Wasseroberfläche schwimmenden Delfinschule hält sich bis zu 150 m Tiefe mit großer Wahrscheinlichkeit ein Thunfischschwarm auf. Dieses biologische Phänomen ist bis heute rätselhaft und tritt nur in dieser Meeresregion auf. Beim Thunfischfang halten die Fischer mit Hubschraubern oder von Schnellbooten aus gezielt nach Delfinschulen Ausschau, jagen sie und kreisen sie dann mit dem Ringwadennetz ein, um den darunter schwimmenden Thunfischschwarm abzufischen.

Einsatz von Ringwaden bis Anfang 1990

Durch die gezielte Jagd auf Delfinschulen beim Thunfischfang im Tropischen Ostpazifik sollen nach Angaben des US-amerikanischen Earth Island Institute (EII) im Zeitraum der späten 1950er Jahre bis Anfang der 1990er Jahre mehr als 7 Millionen Delfine getötet worden sein. Das EII bezeichnet dies als die größte Massenvernichtung von Meeressäugern in der Geschichte der Menschheit.

Im Jahr 1986 lancierte das EII eine US-weite Kampagne gegen die Ringwadennetzfischerei im Tropischen Ostpazifik. Daraufhin ging der Absatz von Dosenthunfischware in den USA derart stark zurück, dass sich große Thunfischimporteure wie Star Kist, Bumblebee oder Chicken of the Sea im Jahr 1990 gezwungen sahen, vom EII aufgestellte Richtlinien für delfinsicher gefangenen Thunfisch zu akzeptieren. Die US-Thunfischimporteure verpflichteten sich, keinen Thunfisch mehr einzuführen, der durch Jagen und Umkreisen von Delfinschulen mit Ringwadennetzen gefangen wurde. Im gleichen Jahr verschärfte der US-Kongress den seit 1972 bestehenden Marine Mammal Protection Act (MMPA) und legte die Richtlinien des EII für delfinsicher gefangenen Thunfisch als legalen Standard fest.

Einsatz von Ringwaden heute

Angesichts der durch die Ringwadennetzfischerei im Tropischen Ostpazifik verursachten dramatischen Delfinsterblichkeit und der geänderten US-Einfuhrbestimmungen für Dosenthunfisch aus dem Jahr 1990 verabschiedete die für das Fischereimanagement im Tropischen Ostpazifik zuständige Inter-American Tropical Tuna Commission (IATTC) 1992 das La Jolla Agreement, das eine kontinuierliche Reduzierung der Delfinbeifänge durch die Festlegung von erlaubten Sterblichkeitsraten für Delfine vorsieht. Ausgehend von erlaubten 19.500 getöteten Delfinen im Jahr 1993 sank die Quote auf unter 5.000 im Jahr 1999. Nach Angaben der IATTC lag die Delfinbeifangrate der im Tropischen Ostpazifik operierenden Ringwadennetzfischereiflotten in 2006 bei 900 oder etwa 0,01 % der geschätzten Populationsgröße für die betroffenen Delfinarten.

Beifangreduzierung und Delfinsterblichkeit

Technisch wird die Reduzierung der Delfin-Beifangrate dadurch erreicht, dass die beim Einsatz der Ringwade mitgefangene Delfinschule nach dem Zusammenschluss des Netzkreises wieder freigelassen wird. Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen der Fischereiabteilung der Wetter- und Ozeanografiebehörde der Vereinigten Staaten, NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration), und des Blue Ocean Institute zeigen, dass sich trotz des Einsatzes dieser alternativen Fangmethode beim Thunfischfang im Tropischen Ostpazifik die Bestände von Flecken- und Spinnerdelphinen nicht erholt haben. Die Wissenschaftler führen dies darauf zurück, dass während der Jagd der Ringwadennetzfischer auf die Delfinschulen Delfinmütter von ihren Kälbern getrennt werden, die auf sich allein gestellt keine Überlebenschance haben.

AIDCP Dolphin Safe Label

Um die scharfen US-Regeln für die Einfuhr von so genanntem "delfinfreundlich" gefangenem Thunfisch zu umgehen, wurde von der IATTC 2001 das Agreement on the International Dolphin Conservation Programm (AIDCP) mit einem eigenen Dolphin Safe-Label gegründet.

Internationale Naturschutzorganisationen wie das EII lehnen dieses Label als Death Certificate for Dolphins ab, da es eine Delfin-Beifangquote bei der Ringwadennetzfischerei im Tropischen Ostpazifik toleriert. Da trotz mehrfacher vor Gericht ausgetragener Versuche der US-Administration unter den Präsidenten Bill Clinton und George W. Bush es nicht gelang, den Marine Mammal Protection Act zu ändern, darf mit dem AIDCP-Label ausgezeichnete Dosenthunfischware in den USA nach wie vor nicht verkauft werden.

Ringwaden-Thunfischware in der EU

Im Gegensatz zur Situation in den USA ist die Einfuhr von mit dem AIDCP Dolphin Safe Label ausgezeichneter Dosenthunfischware aus dem Tropischen Ostpazifik in die EU nicht verboten. Am 19. Mai 2003 trat die EU-Verordnung 882/2003 in Kraft, mit der das AIDCP Dolphin Safe Label innerhalb der EU verankert wurde.

In Deutschland existiert eine Vereinbarung zwischen großen Teilen der Thunfischindustrie und dem EII, unter den Bedingungen der IATTC mit Ringwaden im Tropischen Ostpazifik gefangenen Thunfisch nicht zu verarbeiten und einzuführen. Diese Vereinbarung wird von der deutschen Partnerorganisation des EII, der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V., überwacht. Für die Kontrolle in den übrigen EU-Mitgliedsstaaten ist die vom EII gegründete European Dolphin Safe Monitoring Organisation zuständig.

 
 
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Kategorie: Fischen : Fische
 
Einleitung

Fische, wasserlebende Wirbeltiere, die als Atmungsorgane Kiemen besitzen, deren Gliedmaßen (soweit vorhanden) zu Flossen umgewandelt sind und deren Körper zumeist mit charakteristischen Schuppen bedeckt ist.

Im Gegensatz zu anderen Tiergruppen sind Fische so vielfältig, dass man sie schwer anhand eines nur für Fische charakteristischen Merkmals identifizieren kann (wie beispielsweise Säugetiere durch Milchdrüsen und Haare gekennzeichnet sind). In der Regel versteht man unter Fischen die große Gruppe der Knochenfische, die Knorpelfische (Haie, Rochen und Chimären) sowie die auch als Fischartige bezeichneten kieferlosen Wirbeltiere (Neunaugen und Inger).

Alter und Vielfalt

Die ursprünglichsten Fische waren wohl kieferlose Formen, die sich aus Vorfahren entwickelten, die dem Lanzettfischchen ähnelten. Die ältesten bekannten Fische mit Kiefern sind 530 Millionen Jahre alt; sie stammen aus südchinesischen Sedimenten des unteren Kambriums. Diese frühen Formen waren nur wenige Zentimeter lang. Fische wurden während des Devons, dem so genannten „Zeitalter der Fische” vor 350 bis 400 Millionen Jahren, die dominierenden Lebensformen in Meeres- und Süßwasserlebensräumen. Die Hauptlinien der Fische, darunter Haie, Quastenflosser und andere Knochenfische, erschienen im letzten Abschnitt dieses Zeitalters. Fische machen heute mehr als die Hälfte der bekannten Wirbeltierarten aus. Man kennt etwa 25 000 lebende Arten – etwa so viele, wie alle Arten von Amphibien, Reptilien, Vögeln und Säugetieren zusammen ausmachen –, und in den noch immer relativ wenig erforschten Weltmeeren werden ständig neue Fischarten entdeckt.

Körperbau

Fische haben im Allgemeinen eine etwa torpedoförmige Gestalt mit seitlich leicht abgeplattetem Körper, der zum Schwanz hin spitzer zuläuft als am Kopf. Grundlegendes Merkmal ist die fortlaufende Reihe von Wirbeln und segmentierten Muskeln, die es dem Fisch ermöglichen, sich durch Seitwärtsbewegungen des Körpers fortzubewegen. Im Normalfall trägt der Körper eine Reihe von Flossen: durch Knochenstrahlen oder Stacheln gestützte Membranen, die zum Antrieb oder als Steuer dienen. Entlang der Mittellinie des Rückens können eine oder mehrere Rückenflossen ansetzen. Am Körperende sitzt eine Schwanzflosse; sie ist für die meisten Arten das hauptsächliche Antriebsorgan. Eine oder mehrere Afterflossen befinden sich auf der Mittellinie der Bauchseite zwischen After und Schwanz. Zwei Paar seitliche Flossen, die den Extremitäten der übrigen Wirbeltiere entsprechen (siehe Homologie), sind einerseits die Brustflossen, in der Regel an der Seite hinter den Kiemenöffnungen gelegen, und andererseits die Bauchflossen am Bauch zwischen Kopf und After.

Hinsichtlich Gestalt und anatomischen Einzelheiten der Fische herrscht je nach Lebensweise große Vielfalt; die Formen reichen von den schlangengleichen Aalen bis zu kugelrunden Kugelfischen oder den stark abgeflachten Plattfischen. Die Flossen sind oft beträchtlich abgewandelt oder fehlen ganz. Bestimmten Kiemenschlitzaalen fehlen die meisten der Merkmale, an denen man Fische normalerweise erkennt, darunter Kiemen, Flossen und Schuppen; sie können sogar überwiegend an Land leben. Etwa 50 Knochenfischarten besitzen keine Augen.

Die verschiedenen Fischarten zeigen zudem eine extreme Größenvielfalt. Eine erst in neuerer Zeit entdeckte Grundelart aus dem Indischen Ozean wird nur zehn Millimeter lang, während der Walhai eine Länge von 15 Metern und ein Gewicht von etwa 20 Tonnen erreichen kann. Auch die Färbungen der Fische sind äußerst variabel; sie zeichnen sich durch ein weites Spektrum an Farbtönen und Mustern aus. In der Oberhaut des Körpers liegen Pigmentzellen, die den Fischen ihre Farbe verleihen. Im Allgemeinen ist der Bauch heller gefärbt als der Rücken, im Wasser erscheint der Fisch jedoch gleichförmig gefärbt, weil das Licht ausschließlich von oben kommt (siehe Gegenschattierung). Eine Reihe von tropischen Fischen, allen voran die Schmetterlingsfische (siehe Knochenzüngler), sind überaus farbenprächtig. Ihre Färbung könnte der Erkennung von Artgenossen dienen oder – im Fall giftiger Arten – eine Warnung für mögliche Feinde sein. Viele Fische sind in der Lage, ihre Farbe deutlich zu ändern, um optisch mit ihrer Umgebung zu verschmelzen. Bei einem Plattfisch wurde beobachtet, wie er seine Farbe so änderte, dass sie einem Schachbrett entsprach, das auf dem Boden des Aquariums lag.

Zahlreiche Fische weisen eine spezialisierte Körperform oder spezielle Organe auf, die ihnen bei der Jagd oder Nahrungssuche dienlich sind. Zu solchen Fischen gehören Laternenfische und andere Tiefseeformen, die mit Hilfe von Leuchtorganen ihre Beutetiere anlocken oder sichtbar machen. Anglerfische (siehe Armflosser) liegen am Meeresboden und präsentieren einen kleinen wurmähnlichen Fleischknoten am Ende eines langen Stachels als Köder für andere Fische, die sie dann blitzschnell erbeuten.

Schuppen

Der Körper fast aller Fischarten ist mit einer Schicht aus Schuppen bedeckt, meist knöchernen oder hornigen Platten, die in überlappenden Reihen angeordnet sind, wobei das freie Ende einer Schuppe das Vorderende der dahinter liegenden Schuppe überdeckt. In der Regel sind sie von einer dünnen Epidermis (einem Deckepithel der Körperoberfläche) überzogen. In der Epidermis befinden sich Zellen, die einen glitschigen Schleim absondern; dieser hüllt den gesamten Körper ein.

Bisweilen hat man die Fische anhand der Form und Merkmale ihrer Schuppen klassifiziert. Die wichtigsten Schuppentypen sind die rautenförmigen Schmelz- oder Ganoidschuppen, die mit einer zahnschmelzartigen Schicht überzogen sind, die fast runden, glattrandigen Rund- oder Cycloidschuppen und die ebenfalls runden Kamm- oder Ctenoidschuppen, die gesägte oder kammartige Hinterränder haben. Knorpelfische haben Placoidschuppen aus Zahnbein (Dentin). Andere, wie die Aale, besitzen nur winzige Schuppen, wieder anderen, etwa den Welsen, fehlen sie fast völlig.

Skelett

Die schuppige Haut, die den Körper der Fische umgibt, stellt ein Hautskelett dar. Bei den ersten Wirbeltieren überhaupt, den kieferlosen Ostracodermata des oberen Kambriums, war es das bedeutendste Stützgerüst; es bestand aus Schuppen und massiven Knochenplatten, welche die Bewegungsfreiheit deutlich eingeschränkt haben dürften. Dieser Hautknochenpanzer wurde in der weiteren Evolution der Fische (und damit aller Wirbeltiere) zurückgebildet, während das innere Skelett, vor allem die Wirbelsäule, in den Vordergrund trat.

Bei den vermutlichen Vorfahren aller heutigen Fische aus dem Silur war die Wirbelsäule noch aus knorpeligem Gewebe, das später aber zunehmend von Knochen verdrängt wurde. Die ersten Knochenfische besaßen schon ein größtenteils verknöchertes Skelett; die heutigen Störe und Flösselhechte haben als Knochenfische sekundär wieder ein fast reines Knorpelskelett gebildet. Das Knochengerüst der meisten heute lebenden Fische besteht aus einem Schädel, der mit Zähnen besetzte Kiefer enthält, einer Wirbelsäule, Rippen, einem einfachen Schulter- und Beckengürtel sowie einer Reihe von Knochen zwischen den Wirbeln, welche die Flossen stützen. Viele höhere Fische besitzen als zusätzliche Skelettelemente Gräten, die Rippen ähneln, jedoch in der Regel keine Verbindung zur Wirbelsäule haben. Sie entstehen in den Muskelscheidewänden der seitlichen Rumpfmuskulatur durch direkte Verknöcherung.

Innere Organe

Das Verdauungssystem eines Fisches besteht im Allgemeinen aus dem Maul mit mehreren Reihen scharfer, mahlender oder bürstenartiger Zähne, einem Schlund, einer Speiseröhre, einem Magen und einem Darm, der in einem After endet. Die verschiedenen Organe des Verdauungskanals sind nicht bei allen Arten deutlich voneinander abgegrenzt. Alle Arten besitzen jedoch eine Bauchspeicheldrüse und eine Leber.

Der Atmungsapparat der Fische mit Kiefern besteht aus einer Reihe von Schlitzen, den Kiemenspalten, die sich vom Schlund am Hinterende der Kehle in die Kiemenkammern beiderseits des Hinterkopfes öffnen. Diese Kammern können zum umgebenden Wasser hin offen, aber auch durch knöcherne Kiemendeckel bedeckt sein. Im Inneren der Kiemenkammer und in den Kiemenspalten liegen die Kiemen selbst; sie haben die Form dünner Blättchen oder Fäden, durch die das Blut zirkuliert. Wenn der Fisch Wasser aufnimmt und dieses durch die Kiemen ausstößt, geht im Wasser gelöster Sauerstoff durch die dünnen Kiemenmembranen ins Blut über, und Kohlendioxid gelangt als Abfallprodukt vom Blut ins Wasser. Einige wenige Arten, wie die Lungenfische, können auch mittels einer gut ausgebildeten Lunge atmosphärische Luft atmen.

Die meisten Knochenfische besitzen ein Organ zur Steuerung des Auftriebs. Diese als Schwimmblase bezeichnete Kammer lässt sich stammesgeschichtlich von der Lunge der frühesten Formen ableiten, die ihrerseits aus einem Anhangsorgan des Darmes entstanden ist. Sie ist mit Sauerstoff und Stickstoff aus dem Blut angefüllt. Ihre Hauptfunktion besteht darin, den Fisch an den unterschiedlichen Wasserdruck in verschiedenen Tiefen anzupassen, indem der Gasdruck in der Schwimmblase gesteigert oder gesenkt wird. So hat das Tier weder einen positiven noch einen negativen Auftrieb und kann mühelos in der gleichen Tiefe bleiben. Das Blutkreislaufsystem der meisten Fische ist einfach und besteht aus einem zweikammerigen Herz, welches das Blut nach vorn durch die Kiemen pumpt, dann zum Kopf und von dort über eine große Arterie, die unter der Wirbelsäule liegt, zurück in den Körper. Die Zirkulationsrate von Fischen ist niedriger als bei anderen Wirbeltieren.

Muskulatur

Die Hauptmuskeln im Körper eines Fisches sitzen seitlich entlang des Rumpfes und des Schwanzes. Die größere Muskelmasse liegt auf dem Rücken an jeder Seite der Wirbelsäule, die kleinere darunter. Jede Muskelmasse besteht aus einer Reihe ineinander verzahnter Segmente. Beim normalen Schwimmen versetzt die links und rechts abwechselnde, aufeinander folgende Kontraktion der Muskelsegmente von vorne nach hinten die Schwanzflosse in eine Wellenbewegung. Kleine Muskeln steuern die Bewegungen von Mund, Kiemen, Flossen und Augen. Einige wenige Fische, wie etwa die Aale, schwimmen durch Schlängelbewegungen ihres Körpers. Bestimmte andere Arten, darunter die Kofferfische, treiben sich allein durch die Bewegung ihrer Flossen an, ohne dabei den Körper zu bewegen.

Nervensystem

Das Zentralnervensystem der meisten Fische besteht aus einem Rückenmark und einem Gehirn, das aus einem relativ großen Kleinhirn, einem Paar Sehzentren (Lobus opticus), einem vergleichsweise kleinen Großhirn und einem Nachhirn (verlängertem Mark) besteht. Form und Größe der Teile des Gehirns unterscheiden sich bei verschiedenen Arten deutlich. Die Augen der Fische weisen fast kugelige Linsen und eine abgeflachte Hornhaut auf. Um auf unterschiedliche Entfernungen scharf zu stellen, wird die gesamte Linse des Auges von der Netzhaut weg oder zu ihr hin bewegt. Bei einigen Höhlenfischen (siehe Höhlentiere), die in völliger Dunkelheit leben, sind die Augen reduziert oder fehlen vollkommen. Fische riechen mittels eines Paares doppelter Nasenöffnungen, die in eine Riechgrube führen. Viele Fische nehmen chemische Reize auch über Geschmacksorgane in der Haut oder über Tentakel wahr, die man als Barteln bezeichnet und die um das Maul herum oder an anderen Teilen des Körpers sitzen.

Fische hören mittels äußerer Trommelfelle. Schallschwingungen werden durch die Knochen des Schädels ins Innenohr übertragen, das drei halbkreisförmige Kanäle enthält. Dieses Innenohr fungiert als Gleichgewichtsorgan wie auch als Hörorgan. Außerdem sind Fische mit einem einzigartigen Sinnesorgan ausgestattet, der so genannten Seitenlinie. Sie besteht aus Reihen von Sinnesknospen, die an der Körperoberfläche oder in Kanälen in der Haut liegen. Diese verlaufen entlang den beiden Körperseiten und am Kopf und stehen über kleine Poren mit dem umgebenden Wasser in Verbindung. Die Hauptfunktion des Seitenlinienorgans ist die Wahrnehmung von Schwingungen ausgesprochen niedriger Frequenz, bei einigen Arten kann es jedoch auch schwache elektrische Felder wahrnehmen. An Regenbogenforellen wurde Schmerzempfinden bei Fischen nachgewiesen. Diese Fische haben am Kopf Nozizeptoren (Schmerzsensoren), die etwa als Folge einer Verletzung durch Angelhaken Schmerzreaktionen auslösen.

Fortpflanzung

Fische produzieren Nachkommen auf verschiedene Weise. Die Geschlechter sind bei den meisten Arten getrennt, doch einige Arten sind Zwitter, d. h., die Individuen entwickeln sowohl Eierstöcke als auch Hoden – entweder in verschiedenen Lebensstadien oder gleichzeitig. Manche Arten von Anglerfischen zeigen einen starken Sexualdimorphismus; das zwergenhafte Männchen verwächst hierbei dauerhaft mit dem Körper des Weibchens und erhält Nährstoffe aus dem Blutkreislauf des Weibchens.

Ovipare Fische legen Eier, die außerhalb des Körpers der Weibchen befruchtet werden. Bei solchen Arten entwickeln sich auch die Jungen außerhalb des Körpers. Die Laichzeit wird oft durch die Wassertemperatur kontrolliert, aber auch durch Sexualhormone. Arten, die ihren Laich im offenen Wasser verstreuen, legen oft sehr große Mengen an Eiern. Ein einzelnes Dorschweibchen z. B. kann bis zu sieben Millionen Eier produzieren. Ei- und Samenausstoß müssen zeitlich gut aufeinander abgestimmt sein; findet Letzterer deutlich vor der Eiablage statt, so werden die mikroskopisch kleinen Spermien im Wasser schnell verdriftet. Zur Koordination haben einige Arten, wie beispielsweise Stichlinge, komplexe Balzrituale entwickelt. Die Männchen von Seepferdchen tragen die Eier bis zum Schlüpfen der Jungen in einer Bruttasche. Elterliche Fürsorge nach dem Schlüpfen ist oft gar nicht, bei einigen Gruppen aber auch sehr hoch entwickelt; oft verteidigen die Eltern das Nest oder Revier. Beim Schlammfisch und einigen Afrika-Buntbarschen suchen die Jungen bei Bedrohung durch Feinde Schutz im Maul eines Elterntieres (so genannte Maulbrüter).

Bei viviparen Fischen findet eine innere Befruchtung statt, die Weibchen bringen lebende Junge in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium zur Welt. Das Lebendgebären hat sich mehrere Male bei Fischen entwickelt, etwa bei Haien, Quastenflossern und Aquarienfischen wie dem Guppy oder dem Black Molly. Die Embryonen erhalten auf vielfältige Weise Nährstoffe und können vor der Geburt um das Tausendfache an Größe zunehmen. Manche Arten zeichnen sich auch durch Ovoviviparie aus: Ihre Jungen schlüpfen innerhalb des Eileiters und werden somit lebend geboren.

Ökologie

Fische bewohnen fast alle aquatischen Lebensräume auf der Erde. Einige Arten kommen im höchstgelegenen See der Erde vor, im südamerikanischen Titicacasee (3 810 Meter über dem Meeresspiegel); andere wurden am Grund des tiefsten Sees, des russischen Baikalsees (1 620 Meter tief), nachgewiesen und sogar in 7 000 Meter Meerestiefe. Ein Zahnkärpfling in einer heißen Quelle in Mexiko erträgt Temperaturen bis 45 °C, während die antarktischen Eisfische bei Temperaturen von ungefähr -2 °C leben. Aufgrund seines hohen Salzgehalts gefriert das Wasser nicht bei dieser Temperatur; auch der Fisch gefriert nicht, weil sein Blut eine Art biologisches Gefrierschutzmittel enthält. Viele Fische leben im Süßwasser, wo sie Anpassungen an den osmotischen Druck auf ihre Zellen entwickeln mussten (siehe Osmoregulation); ein Zahnkärpfling auf der karibischen Insel Hispaniola toleriert dagegen einen viermal so hohen Salzgehalt wie den des Meeres. Höhlenfische verbringen ihr Leben unter Umständen in völliger Dunkelheit, während in Wüstensümpfen lebende Fische intensiver Sonnenstrahlung ausgesetzt sind. Eine Gruppe einjähriger Zahnkärpflinge aus Südamerika überlebt periodische Austrocknung, indem die Eier während der Trockenzeiten eine Entwicklungspause einlegen; erst mit Beginn der nächsten Regenzeit entwickeln sie sich weiter, und die Jungen schlüpfen. Tropische Schlammspringer können sich sogar mehrere Stunden bis Tage völlig außerhalb des Wassers aufhalten.

Die größte Zahl mariner Arten findet sich in tropischen Meeren, vor allem in der Nähe von Korallenriffen. Die größte Vielfalt an Süßwasserarten, die insgesamt etwa ein Viertel aller Fischarten ausmachen, kommt in den großen Seen Afrikas und den Flüssen der tropischen Regenwälder vor, insbesondere im Amazonasbecken in Südamerika. In nährstoffreichen Gewässern bilden Fische wie Heringe, Makrelen oder Barsche große Schwärme und erreichen auf diese Weise einen wirkungsvollen Schutz vor Räubern. Untersuchungen zeigen, dass die unüberschaubare Zahl an Individuen und deren Fähigkeit zu blitzschnellen, koordinierten Richtungsänderungen die Konzentration des Fressfeindes auf einen einzelnen Fisch stark erschwert. Auch Jungfische schließen sich oft zusammen, und manche Fischschwärme enthalten Individuen verschiedener Arten.

Hinsichtlich ihrer Ortstreue unterscheidet man zwischen so genannten Stand- und Wanderfischen (Diadrome). Viele Süßwasserarten fallen in die erste Kategorie; sie bleiben oft ihr Leben lang in ihrem Heimatgewässer, einem See oder einem begrenzten Bereich eines Fluss- bzw. Bachlaufes. Die einzelgängerischen Hechte haben sogar eigene Jagdreviere, die sie gegen Eindringlinge verteidigen. Im Gegensatz dazu unternehmen die diadromen Arten Wanderungen von teilweise beträchtlicher Länge zwischen Fress- und Laichgebieten. Dieser Ortswechsel wird bei geschlechtsreifen Tieren durch Hormone ausgelöst, die nicht selten auch Veränderungen in Körperbau oder äußerer Gestalt verursachen. Man unterscheidet Wanderungen zum Ablaichen im Süßwasser (Anadromie; z. B. Forellen und Lachse) von Laichwanderungen ins Meer (Katadromie; z. B. Aale). Manche meereslebenden Arten, wie Makrelen, suchen zum Ablaichen Flussmündungen auf, wandern jedoch nicht weiter flussaufwärts.

Fische spielen eine entscheidende Rolle in fast allen Nahrungsnetzen des Meeres und der Süßgewässer. Große räuberische Arten wie Haie, Thunfische, Hechte oder Zackenbarsche bilden die obersten Glieder ihrer jeweiligen Nahrungskette. Die meisten Fische nehmen allerdings mittlere Stufen ein, wo sie durch das Gleichgewicht aus „fressen und gefressen werden” oft ganze Ökosysteme zusammenhalten. Heringe etwa sind in vielen Meeren die Bindeglieder zwischen Plankton und Endgliedern wie Vögeln, Robben oder Walen, aber auch Menschen. Im ehemals größten Fischfanggebiet der Erde, den peruanisch-chilenischen Küstengewässern, bewirkte die Überfischung der Plankton fressenden Sardellen nicht nur das Zusammenbrechen der Fischereiwirtschaft, sondern auch die Abwanderung oder den Tod der von Sardellen lebenden Räuber, z. B. Seelöwen, Kormorane und Pelikane. Auch europäische Küstengewässer wie das Wattenmeer der Nordsee sind durch Überfischung bedroht. Der Mensch übernimmt so in vielen Lebensräumen die biologische Kontrolle der Fische.

Fischfang und Artenschutz

Etwa 100 Millionen Tonnen Fisch werden jedes Jahr vom Menschen gefangen. Fische sind eine der bedeutendsten tierischen Proteinquellen für den Menschen, und viele Arten dienen als Speisefische. Außerdem werden Fische und Fischreste bei der Herstellung von Stickstoffdüngemitteln und Tierfutter sowie die an Vitamin D reiche Fischleber zur Gewinnung von Öl genutzt. Fischschuppen werden manchmal zur Produktion künstlicher Perlen verwendet. Aus der Schwimmblase bestimmter Arten wird Hausenblase gewonnen, eine Art Gelatine, und aus Fischabfällen kann man Klebstoff herstellen.

Nach einer 2000 von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) vorgelegten Analyse sind weltweit zwei Drittel aller Fischarten vom Rückgang betroffen; 63 Arten sind als „vom Aussterben bedroht” einzustufen, darunter vier Arten von Meeresfischen. Insbesondere die marine Raubfischfauna weist gravierende Rückgänge auf: Seit den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts, dem Beginn des industriellen Fischfangs, sind die Bestände u. a. von Thunfischen und Schwertfischen selbst in küstenfernen Meeresgebieten um bis zu 90 Prozent zurückgegangen (Nature, 2003). Wie die FAO 2007 berichtete, werden 52 Prozent der weltweiten Meeresfischbestände so intensiv ausgebeutet, dass eine Steigerung nicht möglich ist, weitere 25 Prozent sind bereits überfischt. In manchen Meeresgebieten, u. a. im Südostpazifik, dem Südostatlantik und dem Nordostatlantik einschließlich der Nordsee, liegt der Anteil der überfischten Bestände sogar bei 46 bis 66 Prozent. Meeresfische sind häufig mit TBT (Tributylzinnverbindungen) belastet, die Schiffsfarben zur Bekämpfung von Algenbewuchs und Muscheln beigemengt werden. Diese Organozinnverbindungen können beim Menschen Entwicklungs- und Hormonstörungen verursachen. Durch die Eutrophierung der Meere verursacht der Mensch so genannte Algenblüten, die u. a. mit Massenvermehrungen von Cyanobakterien und Dinoflagellaten einhergehen. Diese Mikroorganismen produzieren Giftstoffe, die sich in der Nahrungskette anreichern und Fischsterben, aber auch Fischvergiftungen beim Menschen verursachen können.

Seit mehr als 2 000 Jahren werden Fische vom Menschen gezüchtet. Fischzucht dient vorrangig der Gewinnung von Speisefischen wie Karpfen, Forellen oder Buntbarschen. Ebenfalls seit der Antike verbreitet ist die Zucht von Aquarienfischen wie dem Goldfisch und anderen farbenprächtigen Tieren meist tropischer Herkunft. In den letzten Jahrzehnten hat die Aquakultur von Fischen stark zugenommen; ihre Bedeutung für den Menschen steigt mit der wachsenden Ausbeutung der Wildfischbestände und beträgt etwa 10 Prozent des weltweiten Fischfangs. Fischzucht trägt allerdings zur Überfischung der Meere bei, da zur Erzeugung von einem Kilogramm Zuchtfisch zwei Kilogramm frei lebender Fische gefangen werden. Durch Fischfang wird ein Selektionsdruck ausgeübt, der vermutlich kleinere Individuen zur Folge hat: Nur kleinere Fische entkommen durch die Maschen und haben die Chance, sich fortzupflanzen (American Association for the Advancement of Science, 2002).

Systematische Einordnung

Fischarten werden von verschiedenen Zoologen unterschiedlichen Kategorien zugeordnet. Manche Klassifikationen sind ausgesprochen komplex und unterteilen die Fische in mehr als 100 Ordnungen und Unterordnungen. In einem weit verbreiteten System wird der Unterstamm Vertebrata (Wirbeltiere) in zwei Überklassen gegliedert: Agnatha (Kieferlose), zu denen die so genannten Fischartigen ohne Kiefer wie Neunaugen und Inger gehören, und Gnathostomata (Kiefermünder); hierzu gehören die Fische mit gelenkigen Kiefern. Neunaugen und Inger wurden bislang einer gemeinsamen Klasse Cyclostomata (Rundmäuler) zugeordnet, gelten heute aber meist als eigenständige Klassen Petromyzonta (Neunaugen) und Myxini (Inger). Die Gnathostomata werden weiter unterteilt in die Klasse Chondrichthyes (Knorpelfische wie Haie, Rochen und Chimären) und die Klasse Osteichthyes (Knochenfische). Die Knochenfische setzen sich aus der Unterklasse Sarcopterygii (Fleischflosser) und der Unterklasse Actinopterygii (Strahlenflosser) zusammen; Knochenfische sind allerdings keine monophyletische Gruppe (keine stammesgeschichtliche Einheit, siehe Systematik), da die Sarcopterygii mit den Vierfüßern ein Monophylum bilden. Die Fleischflosser bestehen aus den Ordnungen Crossopterygii (Quastenflosser) und Dipnoi (Lungenfische). Die Strahlenflosser bestehen aus den beiden Gruppen Chrondrostei (Knorpelganoiden), wozu der Stör gehört, und Neopterygii, die zehn Überordnungen umfasst: Ginglymodi (wozu die Knochenhechte gehören); Halecomorphi (Schlammfische); Elopomorpha (Aale, Grätenfische und Tarpune); Clupeomorpha (Sardellen, Heringe und Alsen); Osteoglossomorpha (Lachse, Hechte und Stinte); Ostariophysi (Arapaimas, Nilhechte und Mondaugen); Protacanthopterygii (Welse, Zitteraale, Karpfen und Beilbauchfische); Scopelomorpha (Laternenfische und Eidechsenfische); Paracanthopterygii (Dorsche, Seehechte und Krötenfische); und Acanthopterygii (Heringskönige, Barsche, Drachenköpfe, Seepferdchen, Mondfische, Thunfische, Plattfische, Zahnkärpflinge, Groppen und Schiffshalter).

Geprüft von:
Alexander Hofmann, Dipl.-Biol.; Autor für Encarta Kids
arbeitet als freier Autor und Journalist in München. Veröffentlichungen in den Themenbereichen Biologie, Umwelt und Sport.

"Fische," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2007
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