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Kategorie: Fischen : Angelschnur
 
Die Angelschnur wird in Längen von bis zu mehreren hundert Metern auf der Angelrolle vorgehalten. Sie dient dem Auswerfen und je nach Angelmethode dem Schleppen, Treibenlassen und Absenken des Köders. Wird ein schwerer, kämpferischer Fisch angehakt, muss genug Schnur vorhanden sein, um beim Drill vorübergehende Fluchten zu erlauben, bis der Fisch ermüdet ist. Es ist nicht sachgerecht, den Fisch an der Angelschnur aus dem Wasser zu ziehen, da seine Bewegungen und die Schnurbelastung dann unkontrollierbar sind; die Anlandung wird vielmehr mit dem Kescher oder notfalls dem Gaff durchgeführt.

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen der voluminösen schwimmenden Fliegenschnur sowie den dünnen monofilen und geflochtenen Schnüren. Die geflochtene Schnur aus Dyneema (auch HPPE oder Spectra genannt, ein Polyethylen) ist bei gleichem Durchmesser viel belastbarer als monofile Schnur, kann sich jedoch kaum ausdehnen, was zum Einen ein Vorteil wegen des direkteren Kontaktes ist, zum Anderen aber auch ein Nachteil durch die fehlende Pufferung beim Drill darstellt. Zum Spinnfischen werden, da dort immer auf (große) Raubfische gefischt wird, meistens geflochtene Schnüre verwendet, um schneller und effektiver anschlagen zu können, aber auch bei der Köderführung und Bisserkennung ergeben sich durch die geringe Dehnung Vorteile. Ein Nachteil der geflochtenen Schnur ist ihr ovaler Querschnitt, durch welchen sich diese Schnüre beim Aufwickeln auf der Stationärrolle schneller als monofile Schnüre verdrallen, mittlerweile gibt es aber annähernd rund geflochtene Produkte. Weiterhin gefrieren geflochtene Schnüre bei Temperaturen unter Null Grad, wenn sie sich mit Wasser vollgesogen haben, moderne Schnüre sind deshalb oft imprägniert und/oder beschichtet.

 
 
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Kategorie: Fischen : Weißfische
 
Als Weißfische werden verschiedene meist kleinere, silbrig-weiß gefärbte Arten der Karpfenfische (Cyprinidae) zusammengefasst. Der Begriff stellt keine biologische Klassifikation dar, sondern gehört der Angler- und Küchensprache an. Gemeinhin werden jedoch die Arten der Unterfamilie Leuciscinae als Weißfische bezeichnet.

Weißfische sind oft sehr wohlschmeckend, doch ihr Fleisch enthält zahlreiche feine Gräten, weshalb sie als Speisefische nicht sehr geschätzt sind. Wenn man sie jedoch an den Seiten vom Rücken bis zum Bauch mit einem scharfen Messer in kurzen Abständen etwas einschneidet, werden die Gräten in kurze Stücke zerteilt, so dass sie sich gebraten oder gebacken gefahrlos und, ohne dass die Gräten zu spüren sind, verzehren lassen. Eine weitere traditionelle Zubereitungsart ist das Marinieren in Essig oder Zitronensaft, wodurch der Kalk in den Gräten aufgelöst und diese aufgeweicht werden.

Als Weißfische bezeichnet werden unter anderen Aland, Brachse (Brasse, Blei), Güster, Zobel, Zope, Frauennerfling, Perlfisch, Zährte, Döbel und Rapfen als einzige räuberische Art, Barbe, Mairenke, Schneider, Sichling, Elritze, Rotauge (Plötze), Rotfeder, Karausche, Giebel, Moderlieschen, Hasel, Gründling, Bitterling und Ukelei.

Weißfische gehören zusammen mit Karpfen und Schleien zu den Friedfischen, die im Gegensatz zu Raubfischen mit speziellen Angelmethoden wie der Posenangelei mit der Wagglerpose und Matchrute, Feederangeln, Wettkampfangeln, Stippfischen etc. gefangen werden. Weißfische sind Beutefische von Hecht, Zander, Flussbarsch, Wels etc. und können aufgrund ihrer großen Population oft in Massen gefangen werden.

Unter Anglern gilt der Skanderborgsee in Dänemark als „See der Weißfisch-Weltrekorde“: 1996 fing dort der holländische Weltmeister im Wettkampfangeln, Bert van Gerven, 419 Pfund Weißfische (davon 90 Prozent Brachsen, der Rest Rotaugen) in fünf Stunden

m Fischhandel wird das Wort „Weißfisch“ zuweilen als Lehnübersetzung des englischen „whitefish“ im Sinne von mageren, weißfleischigen Meeresfischen (Dorsche und Plattfische) verwendet.

 
 
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Kategorie: Fischen : Tierschutz und Ökologische Aspekte
 
Besonders bei der Treibnetzfischerei werden viele nicht als verkaufsfähige geltende, nicht benötigte und dennoch getötete Tiere gefangen. Solcher Beifang wird meist wieder über Bord gegeben oder zu Fischmehl verarbeitet. Auch Säugetiere wie Delfine und kleine Walarten verfangen sich häufig während der Jagd nach Thunfisch in den Netzen und ersticken unter Wasser.

Innerhalb der EU gibt es durch die Gemeinsame Fischereipolitik Vorschriften über die Maschengröße der Fischnetze, die den Jungfischen ein Entkommen ermöglichen sollen, und über Schonzeiten.

Die industriell betriebene Fischerei führt zur Bedrohung des Bestandes für viele Fischarten, so ist der Kabeljau durch Überfischung weltweit akut vom Aussterben bedroht.

Um weitere ökologische Katastrophen zu verhindern, die langfristig auch den wirtschaftlichen Untergang der Fischereiindustrie in vielen Regionen bedeuten würden, werden Fangquoten, d. h. eine festgelegte Menge an Fischen in einem bestimmten Gebiet, festgelegt. Häufig werden diese jedoch aus politischen und wirtschaftlichen Gründen zu hoch angesetzt. Häufig werden diese auch unzureichend kontrollert, so dass mehr gefangen wird, als offiziell verkündigt wird.

Mit dem MSC-Siegel (Marine Stewardship Council) ist seit 1997 ein durchaus kritisiertes Produktkennzeichen vorhanden, das es Verbrauchern ermöglichen soll, Fisch aus nachhaltiger Fischerei zu kaufen.

Von Tierschützern wird häufig kritisiert, dass die Fische beim Fang mit dem Netz qualvoll ersticken, daran ändert auch das MSC-Siegel nichts, da dieser Punkt bei der Vergabe nicht berücksichtigt wird.

Das Loten nach Fischen hat negative Auswirkungen auf Wale und Delphine, die sich mit Schallwellen verständigen und orientieren. Viele sind sehr irritiert von den Frequenzen der Schiffe und stranden dadurch oftmals.

 
 
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Kategorie: Fischen : Angel- oder Köderfischerei
 
Der Angelhaken, eines der ältesten Fischereigeräte, spielt in der kommerziell betriebenen Fischerei eine bedeutende Rolle. Bei der Schleppangelei (Darrfischerei) werden hinter einen fahrenden Boot eine oder mehrere Angelschnüre nachgezogen, an den in geringen Abständen Angelhaken mit natürlichen Ködern oder Spinnködern (Blinker, Pilke) befestigt sind. Scherbretter und Gewichte (Tiefenangel) sorgen für die notwendigen Abstand zwischen den nachgeschleppten, dem Fang pelagischer Fische (z. B. Makrelen) dienenden Leinen. Gebräuchlich sind sie, besonders dort wo die Bodenbeschaffenheit den Einsatz von Schleppnetzen nicht zulässt, die Langleinen an oft kilometerlangen, an Schwimmern aufgehängten oder auf Grund verankerten Horizontalleinen sind in Abständen von 1 – 3 m kürzere Vorschnüre (Snood, Vorfächer) mit beköderten Angeln befestigt. Mit den Langleinen werden, je nachdem in welche Tiefe die Angeln stehen Haie, Aale, Dorsche, Rotbarsch, Plattfisch gefangen.

Korb – Reusenfischerei

Reusen sind Fallen, die in Bodennähe lebende Tiere durch Köder anlockt oder durch andere Vorkehrungen dorthin lenkt, die in diese geraten. Ein Korb – Reuse besteht aus Holz, Korbgeflecht oder Metall und hat meist eine zylindrische oder quadratische Form mit einer oder zwei trichterförmigen Öffnungen. Diese sind so gestaltet, dass dem Tier Zutritt ins innere Gewährt, ein Entkommen in entgegengesetzter Richtung aber verhindert wird. Derartige Fallen werden mit Köder beschickt und werden auf den Meeresboden deponiert und mittels eines Oberflächenschwimmer verbundenen Leine wieder eingeholt. Sie dienen dem Fang meist von Wirbellosen (z. B. Hummer, Languste, Krabbe, Garnelen) sowie von benthischen und epibenthischen Fischen (z. B. Aale, Dorschartige). In die Kategorie der Reusen fallen auch permanent im Grund verpflockte Netze, die so angeordnet sind, dass pelagische Fische durch Leitnetze in eine oder mehrere hintereinander gereihte Netzkammern gelenkt werden, durch die der Weg in eine Sammelreuse führt. Große unter den Namen Tonnare bekannte, permanente Anlagen dieser Art dienten an der italienischen Küste dem Fang von Thunfischen.

Walfang

Der Tran des Wals war ein wichtiger Grundstoff für künstliche Beleuchtung. Daneben wurden aus ihm Seifen, Salben, Suppen, Farben, Gelatine oder Speisefette (z.B. Margarine) sowie Schuh- und Lederpflegemittel produziert. Walöl war ursprünglich nötig, um Nitroglycerin herzustellen. Noch nach dem Ersten Weltkrieg meinte die britische Armeeführung: „Ohne das Walöl wäre die Regierung nicht in der Lage gewesen, sowohl die Ernährungsschlacht als auch die Munitionsschlacht zu schlagen."

Der Pottwal wurde wegen des in seinem Kopf enthaltenen Walrats sowie des seltenen Ambras im 19. Jahrhundert besonders stark vor allem von amerikanischen Walfängern aus Nantucket gejagt und im Bestand erheblich dezimiert. Das Ambra, das möglicherweise aus den unverdaulichen Resten von Tintenfischen im Darm des Pottwals besteht, war ein wichtiger Grundstoff der damaligen Parfümindustrie. Der Walrat eignet sich zur Herstellung von besonders hell brennenden Kerzen, zum Reinigen von Wäsche, zur Herstellung von Kosmetika und als Schmiermittel. Aus den Barten der Bartenwale, bevorzugt des Blauwals, wurde vom 17. Jhdt. an Fischbein hergestellt, bis im 20. Jhdt. steife aber elastische Kunststoffe (z.B. Nylon) sowie leichte Federedelstähle den nachwachsenden Werkstoff ersetzten.

Anfangs jagte man den Wal mit kräftigen kleinen Ruderbooten, die sechs bis acht Mann Besatzung trugen und erlegte ihn mit Handharpunen und Lanzen. Der erlegte Wal wurde dann längsseits des Walfangschiffes geschleppt und dort abgespeckt. Alles Übrige überließ man den Möwen und Raubfischen.

Um 1840 waren etwa 900 Fangschiffe unterwegs, die in guten Jahren bis zu 10.000 Wale erlegten. Auf einem durchschnittlichen amerikanischen Walfänger im 19. Jahrhundert fuhren etwa 20 bis 30 Mann. Die Schiffe führten einschließlich Reserven bis zu sechs Boote mit sich. Üblicherweise wurden bei der Jagd drei bis vier Boote gleichzeitig eingesetzt, die mit je sechs Seeleuten bemannt waren. Als Schiffswache wurden bei der Jagd nur ein bis zwei Mann zurückgelassen. Auch „Facharbeiter" wie der Schiffskoch oder Schiffszimmermann mussten zur Jagd in die Boote steigen und rudern. Der Speck der erbeuteten Wale wurde bereits auf dem Schiff zu Tran verkocht und in Fässer abgefüllt. Eine normale Fangreise dauerte etwa zwei bis vier Jahre je nach Ertrag und Haltbarkeit der Vorräte.

Durch die deutsche Konstruktion einer Harpunenkanone, die um 1863 auf einem norwegischen Walfangdampfer eingebaut wurde, war es möglich geworden, auch den schnelleren Blauwal und Finnwal zu jagen. Die Harpune erhielt einen Granatkopf. Die explodierende Granate tötete den Wal schneller. Um 1935 verbesserte man dieses Gerät nochmals, indem durch die Harpunenleine ein elektrischer Strom geleitet wurde, der das Tier sofort betäubte. Trotzdem brachte die Erfindung des Petroleums 1859, das über ähnliche Einsatzzwecke wie Waltran verfügt, den Fang mittelfristig fast zum Erliegen.

Erst die Erfindung der Margarine, deren wichtigster Grundstoff anfangs Waltran war, verhalf der Industrie wieder zu einem Aufstieg. Als Grundstoff für Nitroglycerin wurde es Anfang des 20. Jahrhundert im Rahmen der weltweiten Aufrüstung interessant.

In den 1930er Jahren wurde erkannt, dass der Walbestand durch die starke Bejagung gefährdet war. Allein in den Jahren 1930/1931 wurden 30.000 Blauwale getötet, mehr als heute in allen Ozeanen leben. Der Völkerbund beschloss 1931 ein Abkommen zur Begrenzung des Walfangs, das 1935 in Kraft trat. Allerdings war dieses Abkommen kaum effektiv, da bedeutende Walfangnationen wie Norwegen und Großbritannien keine Mitglieder des Völkerbundes waren. Im gesamten 20. Jahrhundert wurden circa drei Millionen Wale erjagt.

 
 
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