Wie Sie mit dem Fisch-O-Meter korrekt kaufen

10:11 am von

Auch die Kunden an der Fischtheke können nach Ansicht von Verbraucherschützern zum Erhalt von Fischarten beitragen. Sie empfehlen, von Baby-Fischen die Finger zu lassen. Dafür hat die Verbraucherzentrale ein besonderes Lineal entwickelt.


Verbraucherschützer raten Kunden, an der Fischtheke konsequent gegen Raubbau an den Fischbeständen vorzugehen. „Wir empfehlen den Verbrauchern Baby-Fische zu meiden“, heißt es auf der Website der Verbraucherzentrale Hamburg. Nach Angaben der Verbraucher-Experten werden viele der gegenwärtig angebotenen Fische gefangen, bevor sie sich fortpflanzen konnten.

Die Folge: Die Fischbestände werden gefährdet. Deswegen bietet die Verbraucherzentrale im Internet einen Fisch-O-Meter an. Das ist ein Lineal zum Ausdrucken, das der Kunde im Laden an den Fisch anlegen kann. Angegeben sind die beliebtesten Speisefische aus der Nord- und Ostsee sowie dem Nordatlantik: Dorsch (Kabeljau), Hering, Makrele, Scholle, Sprotte und Steinbutt.
Zu kleine Fische sollten die Verbraucher meiden. Beispiel: Das Filet aus einem geschlechtsreifen Dorsch ist im Schnitt nicht kürzer als 26 Zentimeter. Fische, die der angegebenen Mindestgröße auf dem Fisch-O-Meter entsprechen, hätten in der Regel mindestens einmal abgelaicht.

Nach Angaben der Verbraucherzentrale in Hamburg ist der Verzicht auf Baby-Fische nicht das Einzige, was verantwortungsbewusste Kunden tun könnten. So sollten Käufer Fischprodukte aus umweltverträglicher Fischerei bevorzugen. Als anerkannt gelte das MSC-Umweltsiegel des Marine Stewardship Council. Um nur nicht bedrohte Fischarten zu erkennen, sollten sich Kunden am Einkaufsführer des World Wide Fund for Nature (WWF) orientieren. Die Verbraucherschützer empfehlen, außer Meeresfische auch Süßwasser-Fische wie Karpfen und Forellen aus ökologischer Teichwirtschaft zu probieren.

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